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Montage und Installation

Sicherheitshinweise

Die Wallbox ist so konstruiert, dass ein sicherer Betrieb gewährleistet ist, wenn sie korrekt installiert wurde, in einem einwandfreien technischen Zustand ist und diese Betriebsanleitung befolgt wird.

warnung

Die Wallbox darf nur von einer ausgewiesenen Elektrofachkraft installiert werden.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Mit dem WARP2 Charger können Elektrofahrzeuge gemäß DIN EN 61851-1 geladen werden. Für andere Anwendungen ist die Wallbox nicht geeignet. Eine Verwendung an Orten, an denen explosionsfähige oder brennbare Substanzen lagern, ist nicht zulässig. Jegliche Modifikation des Ladesystems und auch der Betrieb mit Verlängerungskabeln, Mehrfach-Steckdosen oder Ähnlichem ist verboten. Der Ladestecker ist vor Beschädigungen, Feuchtigkeit und Verschmutzungen zu schützen und darf nicht genutzt werden, wenn kein sicherer Betrieb gewährleistet werden kann.

warnung

Mit einem beschädigten, verschmutzten oder feuchten Ladestecker darf kein Ladevorgang durchgeführt werden.

Gerätestörung / Technischer Defekt

Sollte es Anzeichen für einen technischen Defekt geben, ist sofort die Stromversorgung der Wallbox durch Abschalten der Wallbox-Sicherung im Verteilerkasten zu trennen. Die Sicherung ist mit dem Hinweis, dass sie nicht wieder eingeschaltet werden darf, zu markieren. Danach ist eine Elektrofachkraft zu informieren.

Schutzeinrichtungen der Wallbox

Der AC-Fehlerstromschutz wird über den hausseitig verbauten Typ-A AC-Fehlerstromschutzschalter (RCCB) oder einen eigens dafür installierten Typ-A 30 mA-Fehlerstromschutzschalter gewährleistet. Die Wallbox ist mit einer integrierten DC-Fehlerstromüberwachung ausgestattet. Bei einem DC-Fehlerstrom ≥ 6 mA wird dieser Fehlerstrom von der Wallbox erkannt und die Verbindung zum Fahrzeug wird sofort unterbrochen (Schütz schaltet ab). Die Wallbox befindet sich ab sofort in einem Fehlerzustand und kann erst durch Aus- und Einschalten der Stromversorgung oder über das Webinterface wieder zurückgesetzt werden.

warnung

Tritt ein DC-Fehlerstrom auf, ist unbedingt die Ursache zu ermitteln! Ein DC-Fehlerstrom kann den vorgeschalteten Fehlerstromschutzschalter "erblinden" lassen, so dass dann auch Wechselspannungs (AC)-Fehlerströme nicht mehr korrekt erkannt werden!

Darüber hinaus bietet die Wallbox weitere Schutzeinrichtungen: Dazu zählt eine permanente Erdungsüberwachung (PE). Ist die Erdung unterbrochen, so geht die Wallbox in einen Fehlerzustand. Außerdem prüft die Wallbox bei jedem Schaltvorgang, ob das verbaute Schütz korrekt schaltet. Sollte das Schütz nicht mehr korrekt schalten, geht die Wallbox ebenfalls in einen Fehlerzustand. Fehler können wie in der Fehlerbehebung beschrieben diagnostiziert werden.

Montage

Lieferumfang

Im Lieferumfang der Wallbox befinden sich:

  • Vormontierte Wallbox inkl. Deckel
  • DIN-A4-Umschlag mit:
    • Betriebsanleitung
    • Testprotokoll der Wallbox
    • Bohrschablone

Bei den Varianten Smart und Pro zusätzlich:

  • Drei NFC-Karten

Montageort

Nach Möglichkeit sollte die Wallbox vor Witterungseinflüssen geschützt installiert werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, um ein unnötiges Aufheizen der Wallbox zu verhindern. Auf eine ausreichende Belüftung ist zu achten. Die Staubschutzkappe des Typ-2-Steckers sollte nicht aufgesteckt werden, wenn diese durch Regen o.ä. mit Wasser voll laufen könnte. In diesem Fall droht eine Korrosion der Kontakte des Typ-2-Steckers.

Wandmontage

Zur Montage der Wallbox muss der Deckel entfernt werden. Dazu müssen die vier Kreuzschlitzschrauben gelöst werden. Nach dem Lösen der Schrauben kann der Deckel von der Wallbox heruntergenommen werden.

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Der Taster im Deckel ist über ein Anschlusskabel verbunden und muss durch Drücken des Rasthebels vom Kabel gelöst werden.

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Zusätzlich muss der Erdungsstecker von der Frontblende abgesteckt werden. Erst danach kann der Deckel vollständig zur Seite gelegt werden.

Nach dem Entfernen des Deckels kann das Gehäuse an der Wand montiert werden. Zum Bohren der Befestigungslöcher kann die mitgelieferte Bohrschablone genutzt werden. Bei der Montage ist auf einen ausreichend stabilen Untergrund zu achten.

Wir empfehlen zur Montage den Einsatz von 5 mm- oder 6 mm-Schrauben. Die benötigte Schraubenlänge ist abhängig vom Untergrund. Der Schraubenkopfdurchmesser darf nicht mehr als 11 mm betragen, da ansonsten die Schraube nicht durch die entsprechende Öffnung im Gehäuse passt. Bei einer Montage auf einer Steinwand können beispielsweise 5×80 mm-Holzschrauben mit 8×50 mm-Dübeln verwendet werden.

Anforderungen an die Elektroinstallation

Die Wahl des Leitungsquerschnitts und der Leitungsabsicherung der Wallbox-Zuleitung muss in Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften erfolgen. Üblicherweise erfolgt der Anschluss der Wallbox dreiphasig. Dafür sollte ein dreiphasiger Leitungsschutzschalter mit C-Charakteristik verwendet werden. Bei einem einphasigen Betrieb der Wallbox ist dementsprechend ein einphasiger Leitungsschutzschalter einzusetzen. Die Wallbox verfügt über eine interne DC-Fehlerstromerkennung, welche bei einem DC-Fehlerstrom ≥ 6 mA den Ladevorgang unterbricht. Daher ist nur ein vorgeschalteter Typ-A 30 mA-Fehlerstromschutzschalter (RCCB) notwendig. Die Wallbox darf nur in einem TN / TT-Netz angeschlossen werden.

Elektrischer Anschluss

hinweis

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Arbeiten dürfen nur von einer ausgewiesenen Elektrofachkraft durchgeführt werden.

Nachdem die Wallbox montiert wurde, kann sie nun angeschlossen werden. Dazu muss der Deckel entfernt werden.

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Die Zuleitung muss für alle Varianten wie auf dem Foto oben abgebildet angefertigt werden. Wir empfehlen, das Kabel dafür auf einer Länge von 23 cm abzumanteln. Für die Klemmen wird eine Abisolierlänge von 10 mm bis 12 mm vorgegeben.

Wie diese Zuleitung angeschlossen wird, unterscheidet sich bei den Varianten Basic / Smart (ohne Zähler) und Pro (mit Zähler) und ist nachfolgend beschrieben.

Variante Basic / Smart

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Bei den Wallbox-Varianten Basic und Smart wird die Zuleitung an einen internen Klemmenblock angeschlossen. Um bei starren Leitern maximalen Bewegungsspielraum zu bieten, werden die Adern um den Klemmenblock geführt und an den freien Federklemmplätzen angeschlossen. Die Adern werden anhand der Reihenfolge und Klemmenbeschriftungen in die Klemmen gesteckt.

Als Letztes muss die Kabelverschraubung festgezogen werden. Die Verschraubung hat einen Klemmbereich von 11 mm bis 22 mm und soll laut Hersteller mit 10 Nm angezogen werden.

Der korrekte Sitz der Adern und die Phasenzugehörigkeit sind nach der Installation zu prüfen! Alle Verschraubungen innerhalb der Wallbox sind nachzuziehen. Als Nächstes muss der maximale Ladestrom eingestellt werden (siehe Abschnitt Einstellen des Ladestroms).

Variante Pro

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Die Variante Pro verfügt aus Platzgründen nur über einen Klemmenblock für PE. Die Zuleitungsadern außer PE müssen oben an den Zähler angeschlossen werden.

Als Letztes muss die Kabelverschraubung festgezogen werden. Die Verschraubung hat einen Klemmbereich von 11 mm bis 22 mm und soll laut Hersteller mit 10 Nm angezogen werden.

Der korrekte Sitz der Adern und die Phasenzugehörigkeit sind nach der Installation zu prüfen! Alle Verschraubungen innerhalb der Wallbox sind nachzuziehen. Als Nächstes muss der maximale Ladestrom eingestellt werden (siehe Abschnitt Einstellen des Ladestroms).

Variante mit werkseitig angeschlossener Zuleitung

Wird die Wallbox mit einer ab Werk vorinstallierten Zuleitung bestellt, so muss diese außerhalb der Wallbox verbunden werden. Die Farben sind nach DIN belegt und wie folgt zugeordnet: L1 braun, L2 schwarz, L3 grau, N blau, PE gelb/grün.

Der korrekte Sitz der Adern und die Phasenzugehörigkeit sind nach der Installation zu prüfen! Als Nächstes muss der maximale Ladestrom eingestellt werden.

Kabeleinführung von der Rückseite

Ab Version 2.1 des WARP Chargers kann die Kabeleinführung von der Unterseite (Auslieferungszustand) umgebaut werden, so dass eine Kabeleinführung von der Rückseite erfolgt.

Dazu müssen die Kabeleinführung (M32) für die Zuleitung und die Kabeleinführung für das Netzwerkkabel vom Wallbox-Gehäuse abgeschraubt werden. Die Bohrungen in der Rückseite der Wallbox sind im Auslieferungszustand mit Blindstopfen von innen verschlossen. Diese müssen entfernt und in die nun offenen Bohrungen an der Unterseite eingeschraubt werden. Die Kabeleinführungen werden anschließend von der Rückseite in das Wallbox-Gehäuse eingeschraubt.

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Einphasiger Betrieb

Alle Wallboxen können auch einphasig angeschlossen und betrieben werden. Dazu ist unbedingt Phase L1 anzuschließen, da diese Phase ebenfalls zur Stromversorgung der Wallbox genutzt wird. L2 und L3 werden von der Wallbox nur durchgeschaltet und können dementsprechend unangeschlossen bleiben.

Ein WARP2 Charger Smart oder Pro sollte im Webinterface auf den einphasigen Betrieb konfiguriert werden.

Einstellen des Ladestroms

Der maximal erlaubte Ladestrom muss abhängig von der gebäudeseitigen Leitungsabsicherung eingestellt werden. Der Ladestrom darf nicht höher gewählt werden, als die Leitungsabsicherung es zulässt.

Zum Einstellen des Ladestroms muss der Deckel geöffnet werden. Über zwei Schiebeschalter auf dem internen Ladecontroller (EVSE) wird der maximale Ladestrom wie folgt eingestellt:

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Die verschiedenen Schalterstellungen sind im obigen Foto dokumentiert. Der schwarze Block stellt dabei jeweils die Position des Schalters dar. Im Werkszustand sind die Schalter so eingestellt, dass die Wallbox inaktiv ist. Im Foto ist exemplarisch der obere Schalter auf die linke und der untere auf die mittlere Position gestellt worden. Damit wird eine maximale Ladeleistung bei einem dreiphasigen Betrieb von 9 kW (3×13 A) vorgegeben. Wird die Wallbox nur einphasig angeschlossen, können maximal 3 kW (1×13 A) über die Wallbox vom Hausanschluss bezogen werden.

warnung

Die Schalterstellung und der damit verbundene maximale Ladestrom dürfen nach der Installation nur von einer ausgewiesenen Elektrofachkraft unter Berücksichtigung der genannten Bedingungen geändert werden!

Schalter oben (1)Schalter unten (2)StromLadeleistung einphasigLadeleistung dreiphasig
linkslinks0 A0 kW0 kW
mittelinks6 A1,4 kW4,1 kW
rechtslinks10 A2,3 kW6,0 kW
linksmitte13 A3,0 kW9,0 kW
mittemitte16 A3,7 kW11,0 kW
rechtsmitte20 A4,6 kW13,8 kW
linksrechts25 A5,6 kW17,3 kW
mitterechts32 A7,4 kW22,0 kW
hinweis

Wird kein maximaler Ladestrom eingestellt (0 A), so befindet sich die Wallbox in einem Fehlerzustand.

LAN- / RJ45-Kabel anfertigen

Um den WARP Charger mittels LAN anzubinden, muss ein LAN- / RJ45-Kabel angefertigt werden. Je nach Version der Wallbox unterscheidet sich hierbei die Ausführung.

WARP 2.1

Ab Version 2.1 des WARP Chargers kann das RJ45-Kabel einfach mittels einer Kabeldurchführung in die Wallbox geführt werden. In der Wallbox befindet sich eine kabelgebundene RJ45-Buchse, an der das eingeführte Kabel einfach mittels eines am Kabel anzubringenden RJ45-Steckers angeschlossen werden kann. Es können somit auch größere RJ45-Stecker, wie werkzeuglose RJ45-Stecker oder RJ45-Stecker mit einem LSA-Anschluss, genutzt werden.

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WARP 2.0

Bei dem WARP Charger 2.0 befindet sich eine spritzwassergeschützte RJ45-Durchführung auf der Unterseite, an die der in der Wallbox verbaute Controller intern angeschlossen ist. Um ein LAN-Kabel anzuschließen, muss der Blinddeckel abgeschraubt werden.

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Anschließend muss ein LAN-Kabel (z.B. Cat. 7) wie folgt angefertigt werden:

  1. Das LAN-Kabel durch den Aufsatz ziehen.

  2. Den mitgelieferten RJ45-Stecker auf das LAN-Kabel crimpen. Die Kontaktierung erfolgt typischerweise nach TIA-568 Schema A oder B. Das verwendete Schema sollte auf beiden Kabelseiten identisch sein.

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    hinweis

    Es sollte der mitgelieferte RJ45-Stecker verwendet werden. Werkzeuglose RJ45-Stecker können aufgrund des begrenzten Platzes im Steckeraufsatz bei dem WARP Charger 2.0 nicht verwendet werden.

  3. Das Kabel im Aufsatz zurückziehen und die Zugentlastung handfest anziehen.

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Zum Schluss wird der RJ45-Stecker in die Wallbox eingesteckt und die Überwurfmutter wird handfest angezogen.

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Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG

Wallboxen gehören nach §14a EnWG zu sogenannten Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, da deren Anschlussleistung über 4,2 kW beträgt. WARP Charger können auf verschiedene Arten vom Netzbetreiber gesteuert werden. Welche Möglichkeit genutzt werden kann, hängt von den Vorgaben des örtlichen Netzbetreibers ab. Weitere Informationen finden sich im Tutorial Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG.

Schnittstellen (OCPP, Modbus TCP, HTTP, MQTT)

Generell kann die Ladeleistung der Wallbox über alle implementierten Schnittstellen gesteuert werden. Netzbetreiber setzen zur Steuerung typischerweise OCPP oder Modbus TCP ein.

Rundsteuerempfänger / Steuerbox

Am Abschalteingang innerhalb der Wallbox kann ein potentialfreier Kontakt (spannungsfreier Schaltkontakt) angeschlossen werden. Dazu muss eine Steuerleitung vom Rundsteuerempfänger oder der Steuerbox des Netzbetreibers in die Wallbox gelegt werden und am Ladecontroller (untere Platine) am mit "Enable" beschrifteten, dreipoligen Stecker an Pin 1 und Pin 2 angeschlossen werden. Damit die Wallbox abschaltet, muss unter Wallbox -> Ladeeinstellungen die Einstellung "Abschalteingang" auf "Begrenzen auf 4300 W wenn geschlossen" bzw. "wenn geöffnet" konfiguriert werden.

Rundsteuerempfänger / Steuerbox (mittels WARP Energy Manager)

Anstatt eine Steuerleitung bis in die Wallbox zu legen, besteht auch die Möglichkeit, die Eingänge des WARP Energy Managers mit dem Rundsteuerempfänger oder der Steuerbox zu verbinden. Der WARP Energy Manager steuert dann die Leistung der Wallbox(en) über das Netzwerk (LAN/WLAN). Eine gesonderte Steuerleitung entfällt. Der WARP Energy Manager muss hierfür als Lastmanager der betreffenden Wallbox(en) konfiguriert werden. Anschließend muss in "Energiemanager" -> "Automatisierung" folgende Regel angelegt werden:

  • Bedingung: "Eingang 3 geschaltet" (bzw. Eingang 4) -> "auf geschlossen"
  • Aktion: "Begrenze maximalen Gesamtstrom"
  • Maximaler Gesamtstrom: 6 A (bzw. 18 A bei einphasigem Anschluss)

Prüfungen

Im Werk wurde jede Wallbox einzeln nach IEC 60364-6 sowie den entsprechenden gültigen nationalen Vorschriften geprüft, das jeweilige Messprotokoll liegt bei. Vor der ersten Inbetriebnahme ist dennoch eine Prüfung der Gesamtinstallation nach denselben Vorschriften notwendig.

Bei der Messung des Isolationswiderstands wird für L1 ein niedrigerer Wert gemessen (ca. 249 kΩ). Dies hat den Hintergrund, dass der verbaute Ladecontroller über je einen Optokoppler mit 249 kΩ Vorwiderstand, vor und nach dem Schütz, zwischen L1 und PE verfügt (Erdungsüberwachung, Schützüberwachung). Wird während der Messung ein EVSE-Adapter verwendet, kann es aufgrund der genannten Überwachungsschaltung in Wechselwirkung mit dem EVSE-Adapter zu Fehlmessungen auf L2, L3 und N (gemessen gegen PE) kommen. Ist dies der Fall, so muss die Isolationsmessung ohne EVSE-Adapter direkt am Typ-2-Stecker durchgeführt werden.

Die interne DC-Fehlerstromerkennung wird von der Wallbox automatisch getestet.

Nachdem die Wallbox installiert und die korrekte elektrische Installation überprüft wurde, kann die Wallbox in Betrieb genommen werden. Im ersten Schritt wird die Stromversorgung zur Wallbox eingeschaltet. Die blaue LED blinkt anschließend sehr schnell. Die Wallbox führt in den ersten drei Sekunden eine Kalibrierung der DC-Fehlerstromerkennung durch. Nach Abschluss dieser Kalibrierung leuchtet die LED dauerhaft. Die Wallbox ist nun betriebsbereit. Sollte die LED jetzt nicht permanent leuchten, wurde ein Fehler erkannt (siehe Fehlerbehebung).

Als Nächstes kann ein Elektrofahrzeug zum Laden mit der Wallbox verbunden werden. Dazu wird die Schutzkappe vom Ladestecker entfernt und der Stecker wird in die Ladebuchse des Elektrofahrzeugs gesteckt. Nach einer kurzen Zeit sollte hörbar das Schütz in der Wallbox schalten und das Fahrzeug sollte den Beginn des Ladevorgangs anzeigen. Die blaue LED "atmet" während des Ladevorgangs. Ist der Ladevorgang beendet, so leuchtet die LED permanent. Nach ca. 15 Minuten Inaktivität schaltet sich die LED aus.

Bedienelemente

Das Drücken des Tasters auf der Frontseite unterbricht einen aktiven Ladevorgang sofort. Alternativ kann das Ladekabel vom Elektrofahrzeug entriegelt werden, wodurch der Ladevorgang ebenfalls unterbrochen wird. Um den Ladevorgang erneut zu starten, muss in beiden Fällen die Verbindung zum Fahrzeug getrennt und anschließend erneut hergestellt werden (Kabel aus- und wieder einstecken).

Zusätzlich verfügen die Wallbox-Varianten Smart und Pro über ein NFC-Modul, wodurch eine Ladefreigabe z.B. per Chipkarte möglich ist. Eine genaue Beschreibung findet sich im Abschnitt Benutzerverwaltung.